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Wenn Simon Rattle und Alfred Brendel zu den Osterfestspielen in Salzburg rufen, dann kommen nicht nur Musikliebhaber. Auch viele Kunstfreunde reisen an, denn seit über 30 Jahren schon lockt parallel zu den vielen Opernaufführungen das Programm der Kunst- und Antiquitätenmesse Residenz.
Die 15 Prunksäle der fünf Jahrhunderte alten Residenz bieten eine einmalige Kulisse zum Kunstkauf – die schönsten Spiegel und Boiserien und die Deckelgemälde von Johann Michael Rottmayr und Martino Altomonte. Hier gab der junge Mozart sein erstes Hofkonzert, hier empfingen Kaiser Franz Josef und seine Elisabeth 1867 den französischen Kaiser Napoleon III. und seine Gattin Eugénie zu einem mehrtägigen Staatsbesuch.
Der Parcours der Residenzmesse führt hinauf zum Carabinieresaal, durch die Antecamera, den großen Audienzsaal, das Schreib- und Schatullenzimmer, den Thronsaal, den so genannten Weißen Saal, die ursprüngliche Kaiserstube und den Rittersaal in einer Abfolge von verschiedenen Stilen der Renaissance, des Barock und des Klassizismus.
Rund 15 000 internationale Besucher (aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, England, Spanien, der Schweiz, Kuwait, aus dem Libanon, Russland, Japan, Amerika und Brasilien) kommen jährlich zur Residenz Salzburg, die fest in der Hand von österreichischen und internationalen Ausstellern ist und ihr Niveau kontinuierlich steigern konnte.
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